Alles erledigt?

am

Fast fertig (mit den Nerven und der Aufbauarbeit) – aber noch lang nicht am Ende. Werden gewiss aufregende drei Wochen bei uns in Wettenberg. Trägt der in den vergangenen Tagen erfahrene Zuspruch? Viel Bammel vor der Vernissage: Kommt überhaupt jemand – oder werden es mehr sein, als die Halle fassen kann?Gehörig Muffe‘sausen auch vor den berühmten Warum-Fragen. Warum Marokko? Warum jetzt?

Als Journalist habe ich gelernt, bei ähnlichen Auffassungen dem Urteil und der Meinung anderer den Vortritt zu lassen, weil sie oft so viel gescheiter sind als die eigenen Sichtweisen. Gerade in dieser Woche dazu Post bekommen von einem weisen Mann, der – auf welchem Weg auch immer – von „Marokko Momenten“ gehört und dazu ein Ermunterungsschreiben verfasst hatte.

Danke, werter Christoph Leisten, für die guten Worte und nicht minder für „Argana. Notizen aus Marokko“ und „Marrakesch, Djema el Fna“, die im Rimbaud Verlag erschienenen Bücher. Seelenbalsam. Keine Zeile zu viel, keine zu wenig. Sie wollen den Blick des Lesers öffnen für den Reichtum dieser anderen Welt. Das ist Ihnen gelungen. Nicht anders verhält es sich mit unserer Ausstellung, die keineswegs ein Beitrag in der unseligen Islamismus-Debatte in Europa ist.

Warum Marokko? Warum jetzt?

Ich weiß nur, dass es sein muss – aber es fehlen mir für den Moment die Worte. Das soll es geben. Auch bei einem, der sonst für alles und jeden „ein gutes Wort“ hat. Vielleicht findet sich alsbald die Zeit, die Gedanken dazu zu notieren. Und wenn nicht alsbald, dann im Frühjahr … im „Café de France“ auf der Place Moulay el Hassan in Essaouira.

Bevor jetzt letzte Arbeiten in der Ausstellung zu erledigen sind, sei hier noch der Klappentext zu „Argana“ angehängt – als Anregung, dieses wertvolle Büchlein zu erwerben: „Seit 1982 reist der Lyriker und Prosa-Autor Christoph Leisten regelmäßig nach Marokko. Seinen im Rimbaud Verlag erschienenen Prosaband ‚Marrakesch, Djemaa el Fna‘, eine literarische Annäherung an den titelgebenden Platz, würdigte Stefan Weidner in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung u.a. als ‚große Schule der Wahrnehmung“. Mit weiteren Skizzen, Notizen und Prosaminiaturen vermittelt uns der Autor zweifellos den bleibenden Eindruck einer einzigen ‚großen‘ Reise durch Marokko.

Das soeben erschienene Buch verwebt die Erfahrungen, Beobachtungen und Begegnungen aus fast dreieinhalb Jahrzehnten des Reisens durch Marokko zu einem subtilen poetischen Erzähl-Geflecht und öffnet den Blick für die Begegnung mit der anderen Kultur. In einer Zeit, in der die arabische und insbesondere auch die maghrebinische Welt mehr und mehr ins Kreuzfeuer geraten, wirbt ‚Argana. Notizen aus Marokko‘ für einen vorurteilsfreien Blick auf diese Kultur und auf die Menschen, die ihr entstammen.“

24. September 2016 / no.

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